Vor der Abreise

Praktische Informationen

Wie kommt man nach Jávea, wann ist es hier am schönsten, was unternimmt man mit Kindern, und wo findet man Unterschlupf, wenn es einmal regnet? Diese Seite bündelt das praktische Fundament der Reise, damit man den Rest der Zeit einfach draußen verbringen kann.

Anreise

Der nächstgelegene Flughafen ist Alicante-Elche (ALC), etwa 98 Kilometer von Jávea entfernt und rund 70 bis 75 Minuten Fahrzeit. Valencia (VLC) liegt weiter entfernt, etwa 120 Kilometer, das sind gut eine Stunde und fünfzehn bis zwanzig Minuten mit dem Auto.

Auch ohne Mietwagen kommt man an: ALSA fährt die reguläre Linie zwischen Alicante und Jávea mehr als 13-mal am Tag, unter der Woche zusätzlich direkt vom Flughafen Alicante aus. Eine Alternative ist der Bus nach Dénia mit einer Anschlussfahrt von etwa 40 Minuten zum Busbahnhof von Jávea. Vom Valencia Airport fährt ALSA viermal täglich direkt nach Jávea, eine Fahrt von etwa 2 Stunden und 50 Minuten. Einen eigenen Bahnhof hat Jávea nicht: Die TRAM zwischen Alicante und Dénia endet im Hafen von Dénia, und auch Gandía hat zwar einen Bahnhof Richtung Valencia, aber keinen Zug nach Jávea, nur einen Anschlussbus von ALSA.

Innerhalb des Ortes fährt der lokale Toscamarbus eine feste Route zwischen der Altstadt, dem Hafen und dem Arenal, mit einer Verlängerung nach Toscamar und Cala Blanca, zum Festpreis von 1,65 Euro pro Fahrt. Zu Fuß geht es auch: Die Altstadt liegt etwa 2,5 Kilometer vom Hafen entfernt, rund 25 bis 30 Minuten über einen größtenteils flachen Weg, und der Hafen liegt etwa 3 Kilometer vom Arenal entfernt, ungefähr 35 Minuten weiter. Für die abgelegenen Calas wie Granadella und Portitxol und für die meisten ländlichen Unterkünfte ist ein Mietwagen praktisch, doch für Wege zwischen den drei Ortsteilen sind der Toscamarbus oder einfach zu Fuß eine echte Alternative.

Beste Reisezeit

Das Klima der Region ist mild und sonnig: Die nächstgelegene offizielle Messreihe (als Anhaltspunkt für die Gegend) zeigt einen Sommer mit einem Durchschnitt von rund 25 Grad, einen Frühling um die 16 Grad, einen Herbst um die 20 Grad und einen Winter um die 12 Grad. Regen ist vor allem im Sommer selten: im Schnitt weniger als drei Regentage zwischen Juni und August, gegenüber gut zehn Tagen in jeder der anderen Jahreszeiten.

Auch das Meer folgt diesem Rhythmus: im Schnitt rund 25 Grad in den Sommermonaten mit einem Höhepunkt Richtung 27 Grad im Juli und August, rund 22 Grad im Herbst und etwa 15 bis 16 Grad in Winter und Frühjahr. Die geschäftigste Zeit des Jahres fällt mit dem Zeitraum zusammen, in dem die Gemeinde Jávea bei den Calas Granadella und Portitxol eine kostenpflichtige Zufahrtskontrolle mit Schranke einrichtet, von Juni bis Anfang September.

Wer weniger von diesem Trubel und trotzdem angenehmes Wetter möchte, für den weisen die Zahlen in dieselbe Richtung: Ende Mai und Juni liegen zwischen dem kühleren Frühjahr und der Hitze des Hochsommers, das Meer ist dann schon gut temperiert auf dem Weg zum Sommerhöhepunkt, und die Schranken bei den Calas gehen erst Anfang Juni hoch. September liegt auf der anderen Seite desselben Höhepunkts, mit einem noch immer warmen Meer und ruhigeren Calas, sobald die Schranken Anfang September wieder verschwinden. Die jährlichen Feste, von den Fogueres de Sant Joan im Juni bis Moros i Cristians Mitte Juli, fallen mitten in diese Hochsaison. Wer den Trubel lieber meidet, plant seinen Besuch also kurz davor oder danach.

Mit Kindern

Der Arenal, der einzige Sandstrand von Jávea, ist zugleich der kinderfreundlichste unter den Stränden: flaches Wasser, Duschen und Rettungsschwimmer, hölzerne Laufstege zum Strand und eine eigene Spielzone mit Schaukeln für die Kleinsten und einer Spielpyramide für Kinder und Erwachsene, mit Schatten und Toiletten mit barrierefreien Wickeltischen in der Nähe. Es gibt sogar spezielle Strandrollstühle, und das Rote Kreuz betreut Schwimmer im Wasser.

Wer etwas Aktiveres sucht, findet bei den aktiven Ausflügen den bestbewerteten Kajakanbieter von Jávea, der auch eine Familientour anbietet: drei Stunden auf dem Wasser für Kinder ab 6 Jahren, in Gruppen von maximal drei Familien, mit Zweier-Kajaks, Schwimmwesten, Schnorchelausrüstung und Wasserschuhen inklusive.

Für einen Tag mit dem Fahrrad gibt es eine eigene Familienroute zwischen dem Hafen und Cala Blanca: 11,4 Kilometer hin und zurück, flach (kaum 10 Meter Höhenunterschied), mit dem niedrigsten Schwierigkeitsgrad und einer Fahrzeit von etwa 1 Stunde und 10 Minuten. Genau richtig für alle Niveaus und Altersgruppen.

Regentag

Ein Regentag ist in Jávea eher die Ausnahme als die Regel, vor allem in der Touristensaison: im Schnitt kommt der Sommer auf weniger als drei Regentage, gegenüber gut zehn in jeder der anderen Jahreszeiten. Wird es doch einmal nass, gibt es genug überdachte Optionen in der Nähe.

Das Museo Arqueológico y Etnográfico Soler Blasco im historischen Zentrum am Platz Germans Segarra ist ein richtiges Innenmuseum mit dreizehn Sälen voller Fundstücke, vom Neolithikum bis zur Unterwasserarchäologie. Wie in vielen spanischen Dorfmuseen schließt die Tür nachmittags für eine Pause, und montags bleibt es ganz geschlossen. Ein Blick auf die aktuellen Öffnungszeiten auf der Website der Gemeinde Jávea lohnt sich vorab.

Auch der Mercat Municipal, dem man weiter unten bei Shopping und Märkten begegnet, ist ein echtes überdachtes Gebäude: eine neugotische Markthalle aus dem Jahr 1946 mit einem Satteldach auf Spitzbogenkonstruktionen aus Tuffstein, errichtet an der Stelle eines abgerissenen Klostergebäudes. Für einen Kinonachmittag gibt es das Kino Cine Jayan in der Altstadt, und eine kurze Fahrt weiter in Dénia liegen zwei kostenlose überdachte Museen: das Museo Etnológico, gewidmet dem Rosinenhandel des neunzehnten Jahrhunderts, und das Museo del Juguete, das Spielzeugmuseum im alten Bahnhofsgebäude.